Wenn man Gartenbesitzer wird, wächst der grüne Daumen mit der Erfahrung im Gärtnern. Das musste ich seit dem letzten Jahr häufiger feststellen. Wie in allen Angelegenheiten, spielt das Wissen eine sehr große Rolle. Ich hatte mir viel vorgenommen. Viele Pflanzen sind auch toll gewachsen, die Apfelbäume tragen viele Äpfel und ich habe soviel Kapuzinerkresse wie noch nie gegessen. Aber ein paar Projekte haben auch mal so gar nicht geklappt. Vielleicht war ich zu ehrgeizig und meine Gartenerfahrung noch zu gering. Ach, wer weiß. Aber ich bin trotzdem glücklich so wie der Garten ist. Alles was ich diese Jahr nicht umsetzten konnte, wird nächstes Jahr in Angriff genommen.

SchrebergartenIch finde man kann auch mal über Misserfolge sprechen. Heute bekommt ihr meine gärtnerischen Fehlschläge präsentiert. Bei einigen Vorhaben weiß ich gar nicht so genau, warum sie schief gingen.
Nummer 1: Fugen begrünen.
Wir haben teilweise sehr breite Fugen zwischen den Steinplatten auf der Terasse und dem Weg rund um die Parzelle. Die wollte ich dann schön begrünen. Ich kaufte eine Saatmischung extra für Fugen. Tja… Ich weiß nicht warum, aber nicht ein kleines Pflänzchen der Mischung kam hervor. Ich hab alles nach Anleitung gemacht. Was kam war, Löwenzahn, Disteln und anderes Unkraut. Also all das, was dort nicht wachsen sollte. Zum Glück habe ich nicht alle Fugen mit Saat versehen, sondern nur erstmal ein paar ganz breite Fugen zum Ausprobieren. Das ist nämlich eine anstrengende Angelegenheit. Keine Ahnung, ob es einen zweiten Versuch gibt. Sonst wächst da einfach der Löwenzahn. Man muss Abstriche machen.
Nummer 2: Den Kampf gegen den Giersch.
Da war ich wohl nicht hartnäckig genug. Hinter der Parzelle ist eine ziemlich große Stelle, ich nenne sie nur noch den Giersch-Bezirk, wo er sich extrem ausgebreitet hat. Nicht nur Giersch wächst dort, auch Kletten, Disteln, Gräser und Brennnesseln gedeihen dort prächtig. Ich muss im Giersch-Bezirk nächstes Jahr alles umgraben und so gut es eben geht, die Unkräuter entfernen. Dann will ich dort hohe und schnell wachsende Sträucher und Blumen pflanzen. Die sollen den Unkräutern Licht und Luft nehmen. Hat jemand Tipps dafür? Puh, ein wenig graut mir vor der Arbeit, das wird mühsam.
Der Giersch Bezirk

Und zum Schuss die Nummer 3: Blumensaat direkt ins Freiland säen.
Blumen-Saatgut kann ja auch direkt in das Freiland gesät werden. Joah, das hat auch nicht geklappt. An drei verschieden Stellen habe ich die Saat eingebracht. Und nix ist gekommen, nicht ein Blümchen. Das hatte ich mir irgendwie anders vorgestellt. Letztes Jahr hat es nämlich gut geklappt. Nächste Saison werde ich die Pflänzchen selber drinnen ziehen, oder die jungen Pflanzentriebe kaufen. Ich habe den Verdacht, dass vielleicht die Wühlmäuse daran Schuld sein könnten. Die wüten ganz schön in den Beeten. Vielleicht fällt die Saat in den Wühlmaustunnel, sitzt viel zu tief und kommt nicht aus der Erde raus. Aber das ist halt nur meine Theorie. So, das waren meine „Bad News“ aus dem Schrebergarten. Jetzt habe ich aber noch zum Abschluss ein paar Fotos, die meinen Garten von seiner Schokoladenseite zeigen. Einen sonnigen Start in die Woche wünsche ich!
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