Manchmal erscheint ein Vorhaben in der theoretischen Umsetzung total schwierig. Wenn man es dann macht und es einem ohne Probleme gelingt, freut man sich um so mehr. Zumindest beim Kochen geht es mir oft so. Diese Suppe im Brot ist so ein Beispiel.
Im Sommer war ich in Südtirol. Auf der Seiser Alm, in der Gostner Schwaige habe ich ein sehr leckeres Gericht gesehen. Eine Suppe in einem Brot. Toll, dass muss ich auch mal probieren. Aber ich traute mich nie an die Umsetzung. Bis heute! Nun bin ich ganz glücklich, dass mir mein Gericht gelungen ist. Hier bekommt ihr ein Stück Sommer, samt Rezept, serviert. Eine Petersilien-Sellerie-Suppe im Weizenbrot.
Die Suppe im Brot macht richtig, richtig satt. Also nix mit Vorspeise und so.

Petersiliensuppe im Brot

Dazu braucht ihr (für 4 Personen)

  • 1000 Gramm Brotbackmischung (Weizen- Roggenmischung)

Für die Petersilien-Sellerie-Suppe

  • 1 Bund glatte Petersilie
  • 200 Gramm Sellerieknolle
  • 1 große mehlig kochende Kartoffel
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 Porreestange
  • 100 ml Sahne
  • 1 EL Olivenöl
  • 500 ml Wasser
  • Salz und Pfeffer zum Abschmecken
  • getrocknete essbare Blüten

Beim Brotbacken war heute mal wieder eine Premiere für mich. Ich hatte noch nie selber Brot gemacht. Deshalb habe ich auch eine Backmischung verwendet.
Den Teig nach Anleitung anrühren und gehen lassen. Dann habe ich ihn in vier gleich große Kugeln aufgeteilt und in Müslischalen gelegt. Die wurden vorher innen mit Butter eingefettet und mit Mehl bestäubt. Dann nochmals gehen lassen und in den vorgeheizten Ofen schieben. Nach etwa 15 Minuten habe ich die Müslischalen aus dem Ofen genommen und vorsichtig die festen Brotkugeln aus den Schalen gestürzt. Das ging super. Die Brote werden dann nach Vorgaben fertig gebacken.

Zwischenzeitlich kann man die Suppe kochen. Zwiebel, Sellerieknolle, Porree und die geschälte Kartoffel klein schneiden und in einem Topf mit dem Olivenöl andünsten. Etwas Pfeffer und Salz dazugeben. Dann mit dem Wasser aufgießen und ca. 10 Minuten weiter köcheln lassen. Die Petersilie grob hacken und dazugeben. Vom Herd nehmen und in dem Topf mit einem Pürierstab mittelfein pürieren. Jetzt noch die Sahne hinein und mit Pfeffer und Salz abschmecken, noch ein paar Minuten weiter köcheln lassen.

Sind die Brote fertig gebacken und etwas abgekühlt, schneidet man sie ungefähr im oberen Drittel auf. Mit den Fingern höhlt man das Brot aus. Ich glaube, man sieht am besten selber wie viel man entfernen muss. Ich würde nicht so viel rausholen, dass man fast an den festen Rand stößt. Das weiche Brot soll ja auch noch gegessen werden. Es schmeckt sehr lecker, wenn es sich mit Suppe etwas vollgesogen hat.
Die Suppe auf die ausgehöhlten Brote verteilen und mit den getrockneten Blüten betreuen. Fertig!

Ich glaube, dass sich fast jede Suppe zum „im Brot servieren“ eignet. Sie müsste nur eine gewisse Sämigkeit haben und nicht zu flüssig sein.

Viel Spaß beim Backen und Kochen!

Suppe im Brot

Petersiliensuppe im Brot

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